Ökumenischer Kinderkreuzweg in Eislingen

"Mit Jesus seinen Kreuzweg gehen"

Ist Karfreitag ein zu ernster Feiertag für Kinder? Das finden die Verantwortlichen des ersten ökumenischen Kinderkreuzweges in Eislingen nicht. In einem Gottesdienst auf dem Weg konnten die Kinder und ihre Eltern am 25. März 2016 die für den christlichen Glauben wichtigen Geschichten vom Kreuzweg Jesu hören und erleben.

Los ging es in der katholischen Kirche St. Markus. Trotz des regnerischen Wetters hatten sich um die 140 Kinder und Erwachsene eingefunden, um in Gottes Namen den Karfreitag zu begehen. Es ging dann auch wirklich ums gemeinsame Gehen. Begleitet von drei römischen Soldaten machten sich die kleinen und großen Besucher auf den Weg. Einige Kinder durften immer abwechselnd das Kreuz und die Jesus-Kerze tragen, die auf dem ganzen Weg mit dabei waren.

Unterwegs gab es Begegnungen mit Menschen, die damals mit dabei waren, als das Volk und die Regierenden beschlossen, Jesus am Kreuz zu töten. Da war der Jünger Andreas, der davon erzählte, wie die Jünger, statt mit Jesus zu wachen und zu beten, einfach eingeschlafen sind. Da war Pontius Pilatus und seine Frau, die von der Zwickmühle erzählten, in der er als politischer Verantwortlicher war, als Jesus zu ihm gebracht wurde. Da war Simon von Cyrene, der seinem Sohn davon erzählte, wie er Jesus helfen musste, das Kreuz zu tragen. Und da waren die beiden Frauen, Martha und Johanna, die an der Friedhofshalle in Eislingen-Nord davon erzählen, was passierte, als Jesus starb. Und die sich verabredeten, am dritten Tag wieder ans Grab zu gehen.

Zum Schluss trafen sich alle in der Christuskirche. Am Kreuz durfte jeder, der wollte, einen Stein ablegen: Als Zeichen für das, was uns Menschen belastet. Aber auch ein Herz: Als Zeichen dafür, dass Jesu Kreuzweg auch für uns heute noch wichtig ist. So konnten die Kinder und Erwachsenen erfahren, wer dieser Jesus eigentlich ist: „Sie nennen ihn den Herren Christ, der durch den Tod gegangen ist, er will durch Leid und Freuden mich geleiten. Es heißt, dass er auch mit mir geht.“

Danach waren alle noch zum Basteln, Aufwärmen und Stärken ins Gemeindehaus eingeladen.